Der schnelle Weg eine schiefe Wand zu begradigen

Unser Umbau geht voran. Die Wände stehen schon wieder und sind bereits glatt verputzt. Mich juckt es in den Fingern die Wände gleich mal zu streichen. Aber sinnvoll ist es noch nicht. Der Boden muss noch rein und die Decke ist auch noch offen. Apropos Decke, die sollte eigentlich mit Paneele und „Dekorbalken“ verkleidet werden, um eine schöne Landhausdecke zu kriegen. Und ratet mal, was wir unter den Sperrholzplatten an der Decke gefunden haben? Echte Balken! Jippieh! Frauchen völlig im  Glück, hat den Männern dann mal klar gemacht, dass die Balken unbedingt sichtbar bleiben müssen, egal wie sie das machen. Was natürlich zu den üblichen Reaktionen geführt hat: Augen rollen und Kommentare à la: „Wie stellst du dir das denn schon wieder vor?“ oder noch schöner: „Das geht nicht, man kann halt nicht alles haben!“ Und spätestens bei dem Satz wird dann regelmaßig mein Ehrgeiz geweckt. Natürlich geht das und natürlich kann ich alles haben. Wo kämen wir denn dahin, wenn man sich von der Technik Grenzen setzen lassen würde!

Zurück zur Decke, wir haben sie natürlich offen gelassen. Aber nun sieht man, dass früher lediglich die eigentlichen Zimmer an der Außenwand gerade verputzt wurden. Der Teil, der früher durch die Spanplatte verdeckt war, ist völlig unförmig. Dort gab es teils tiefe „Löcher“ und auch der Rest der Wand nach oben zum Giebel, den man durch die Deckenöffnung für die Leiter jetzt sieht, ist komplett schief und hat einen Versatz von guten 3-5cm. Ein Putz alleine kriegt das nicht ausgeglichen. Ein befreundeter Handwerker ist dann auf den Gedanken gekommen einen sogenannten Trockenputz zu verwenden. Ich habe davon noch nie etwas gehört. Letztlich lief es darauf hinaus, dass die großen Löcher mit Steinen aufgefüllt wurden. Auf den Versatz nach oben zum Giebel wurden Rigips-Platten festgemacht. So ist eine recht gleichmäßige Fläche entstanden, die mit Armierungsgewebe belegt und anschließend verputzt wurde. Verwendet haben wir Knauf Uniflott und Knauf Goldband.

Leider habe ich nicht daran gedacht Vorherbilder davon zu schießen. Wäre echt sinnvoll gewesen, um sich die Verbesserung richtig vorstellen zu können. Auf dieser Seite haben wir noch so einiges zu tun, während die andere Seite schon recht gut aussieht. Kaum zu glauben, wie krumm und schief sie vorher war.

Die Wände sollen jetzt noch glatt verputzt und farbig gestrichen werden. Das werden übrigens die einzigen farbigen Wände des Hauses werden, denn hier ist das Reich unserer Mädels. Die Große hat sich schon einen zarten Lilaton ausgesucht. Die Balken werden abgeschliffen und möglicherweise behandelt, das wissen wir allerdings noch nicht. Die Decke wird dann ganz unorthodox mit Paneelen abgedeckt. Allerdings nicht wie üblich an die Balken angebracht, sondern von oben auf die Balken aufgelegt, so dass man von unten erst die Holzbalken sieht und darauf dann die weißen Dekorpaneelen. Ich bin mal gespannt, wie das in natura aussieht!

Liebe Dein Zuhause!

Natalie

Wie du die Planung deines neuen Bades in den Griff bekommst

Als wir unser neues Bad gestalten wollten, stand ich erst einmal ziemlich ratlos da. Ich wusste nicht, was möglich ist. Ich hatte keine Ahnung davon, was ich technisch zu beachten hatte. Ich wusste noch nicht einmal mehr, was ich überhaupt wollte; designtechnisch meine ich.

Also habe ich gemacht, was ich immer mache, wenn ich nicht weiter weiß: Googeln! Ich habe mir tausende von Fotos bei der Google Bildersuche, bei Pinterest und Houzzz angesehen. Die schönsten Bilder habe ich auf meinem Handy gespeichert und später miteinander verglichen. So hat sich mit der Zeit herauskristallisiert, was mir gut gefällt.

Geholfen hat mir, wenn ich die gespeicherten Fotos immer wieder angesehen habe und ich mich dabei mitten in den Dreck in mein neues Bad gestellt habe. Dann habe ich versucht mir die einzelnen Elemente, wie Fliesen, Spiegel, Waschtisch,… zusammen vorzustellen. Auch ein oder besser zig Besuche beim Fliesenhändler deines Vertrauens ist eine gute Idee. Dort hat man mich auf ganz neue Ideen gebracht und manchmal haben die auch richtig schöne Accessoires, wie Steinwaschbecken, die auch ein schöner Ausgangspunkt für die Gesamtplanung sein können. Zugegeben, es hat wirklich lange gedauert, bis ich mir im Klaren darüber war, was und wie ich es haben wollte. Manchmal hat mir mein Mann einen Strich durch die Rechnung gemacht, es war technisch nicht möglich, oder ich konnte den entsprechenden Artikel nicht ums verrecken in Deutschland finden.

Was wirklich hilfreich ist, um sich alle Elemente in einem Raum zusammen vorzustellen, ist eine kleine Collage. Du kannst das ganz klassisch mit Schere, Papier und Klebstoff machen, oder online, z.B. mit Canva. So erhälst du einen Eindruck, wie alles zusammen wirkt und ob der Stil und die Farben auch zusammen passen.

In meinem konkreten Fall waren die Bodenfliesen vorgegeben, denn mein Mann hat sich Fliesen in Holzoptik gewünscht. Davon ausgehend haben wir dann die passenden Wandfliesen gesucht und wurden bei unserem Lieblingsfliesenhändler Fliesen Bauer in Bad Bergzabern fündig. Wir haben uns in der Ausstellung in wunderschöne Fliesen aus Travertin verliebt. Schwieriger war die Umrandung der Badewanne und die Verkleidung der gerundeten Duschwand. Da man Fliesen logischerweise nicht biegen kann, was gar nicht stimmt, wie ich später heraus bekam, haben wir uns nach Mosaikfliesen umgeschaut. Wichtig dabei ist, dass die Mosaikfliesen die Farbe der Wand- und/oder der Bodenfliesen wieder aufnimmt. So wirkt es nicht zu bunt und zusammengewürfelt. Und jetzt noch mal zu den gebogenen Fliesen. Mit klassischen Fliesen geht das natürlich nicht, aber es gibt heute in den Baumärkten sehr dünne, selbstklebende Fliesen aus Vinyl, die sich biegen lassen. Hätte mir mal einer früher sagen müssen, verdammt!

Gefliest haben wir wirklich nur das Nötigste, also alles was nass und eklig werden kann. Alles andere haben wir mit einem Kalkputz verputzen lassen und anschließend weiß gestrichen.

Völlig neu und überraschend war für mich, dass so eine begehbare Dusche, wie die unsere, gar nicht so aufwändig und teuer ist, wie sie aussieht. Eine klassische Dusche mit einer einigermaßen hochwertigen Duschwanne und Duschwand ist viel teurer. Kommt aber natürlich auch auf die Wahl der Fliesen an. Die freistehende Duschwand ist nicht etwa gemauert, nein, sie besteht aus einer Wedi-Platte, die man in jede erdenkliche Form biegen kann. Anschließend wurden die Einschnitte verputzt und die Außenseite mit einem Kalkputz überzogen. Die Innenseite haben wir mit Mosaikfliesen gefliest. Wichtig ist ein kleines Gefälle zum Abfluss auf dem Boden einzuplanen. Nur so kann das Wasser restlos abfließen und gammelt nicht vor sich hin. Auch hier kann man fertige Teile von Wedi einsetzen und beliebig fliesen. Diese Platten gibt es bestimmt auch von anderen Herstellern und sind in fast jedem Baumarkt zu finden.

Zur Pflege der Dusche kann ich nur sagen: Absolut top! Da kein Glas verbaut wurde, müssen wir auch keines täglich abziehen und putzen. Auf den Travertinfliesen sieht man absolut keine Kalkflecken und auch der Putzen der „Duschwanne“ geht super schnell, denn den wische ich einfach beim Bodenwischen mit. Einzig die dunkle Farbe auf dem Duschboden würde ich nicht mehr machen. Die Fliesen gefallen mir nach wie vor gut, aber man sieht doch deutlich die Kalkspuren.

Die Deckenlampe habe ich übrigens wie verrückt im Internet gesucht. In den USA sind diese Lampen scheinbar gerade voll im Trend und man kriegt sie an jeder Ecke. Bei uns: Fehlanzeige. Es gibt sie, aber leider nur in schwarz! Also hab ich sie einfach mit Goldlack besprüht. War auf jeden Fall viel günstiger als sie einfliegen zu lassen!

Der wunderschöne Waschtisch wurde uns vom Onkel meines Mannes geschreinert. Bootslack schützt ihn nun vor Wasser. In den goldenen Körbchen von h&m lagere ich normalerweise meine Handtücher, wenn sie nicht alle in der Wäsche sind. Mein Make-up befindet sich in dem Kosmetikkoffer. In der Karaffe ist nicht etwa Schnaps, sondern die Mundspülung! Wie du gemerkt hast, versuche ich so wenig wie möglich rumstehen zu lassen. Vor allem hässliche Verpackungen und Plastik bringen mich um den Verstand. Wenn ich die Zahnpasta hätte umfüllen können, hätte ich das auch noch getan!

Bei der Toilette solltet ihr beachten, dass die Verschraubung des Deckels mit Metallschrauben geschieht. Bei unserem Modell ist dies leider nicht der Fall. Die blöde Plastikmutter auf Plastikschraube lässt sich absolut nicht festziehen, weshalb wir tagtäglich auf dem Schleudersitz hocken. Wenn wir einen passenden neuen Deckel finden, werden wir ihn austauschen! Nervig sowas! Ach ja, die neuen Toilettenschüsseln sind heute spülrandlos, also kein Geschruppe mehr unter dem Rand und keine nerviger Urinstein! Am Besten vorher, also noch im Baumarkt, oder wo auch immer ihr eure Schüssel herbekommt, mit der Hand durchfahren. Es sollte alles schön glatt sein, sonst setzt sich doch der ganze Dreck ab.

Eine Sache noch: Beachte bitte, dass sich bei der Badrenovierung und Neubau oft eine Sache aus der anderen erschließt! Am Besten kennt ihr bereits alle eure Elemente, bevor ihr mit dem eigentlichen Bau beginnt. Wenn ihr die Einzelteile erst nach und nach kauft, kann es teils zu echten Problemen führen, wenn zum Beispiel der Wasserhahn nicht zum Becken passt, die Wandlampe nicht auf die Spiegelhöhe abgestimmt ist, oder schlicht vergessen wurde die Unterputzarmatur einzubauen. So geschehen in unserem Bad. Auch hier heißt es wieder, Leserservice pur, lernt aus meinen Fehlern!

 

Liebe Dein Zuhause!

Natalie

 

Shop our home:

Waschbecken und Toilette von Jungborn by Hornbach
Badewanne von Bette
Dusch- und Badewannenarmatur von Grohe
Fliesen von Fliesen Bauer in Bad Bergzabern
Waschtisch vom Schreiner
Kronleuchter von Obi; gold lackiert
Seifenspender, goldenes Tablett und Körbchen von h&m Home
Handtuchhalter und Toilettenpapierhalter von Kela
Ersatztoilettenpapierhalter von Ikea
Zahnbürstenhalter von amazon
Karaffe von Tedi

 

Das Geheimnis für ein Zuhause wie auf Pinterest

Foto: Sarah Dorweiler

Kennst du das? Du hast einen Haufen Geld für Deko, Bilder, Vorhänge, und jede Menge anderen Kleinkram ausgegeben und trotzdem sieht deine Wohnung oder dein Haus immer noch nicht stylisher aus? Jedes Mal, wenn ich in Läden wie Depot oder Butlers stehe bin ich total beflügelt. Ich male mir aus, wie die Sachen zusammen passen, wo sie hin sollen und wie toll meine Bude dann aussieht. Perfekt jahreszeitlich angepasst und durchgestylt von oben bis unten. Und daheim? Sieht`s wieder mal scheiße aus!

Nicht dass die Stücke nicht passen würden, wir keinen Geschmack hätten oder es ein totaler Fehlkauf gewesen wäre. Es wirkt einfach nicht! Und pintersttauglich ist es schon mal gleich gar nicht. Also bitteschön, was verdammt ist eigentlich das Problem???

Ich nenne es die „Inseldekoration“! Wir suchen uns eine tolle Deko aus und drapieren sie zum Beispiel auf dem Sideboard im Wohnzimmer. An sich keine schlechte Idee, aber wenn drum herum das Chaos herrscht, hier ein voller Wäschekorb, dort ein Stapel Papier, Coupons von Payback, Kinderspielzeug, Bücher und sonstiger Kruscht, der überall rumfliegt,  ist jede Deko zum Teufel. (Die Liste ist übrigens inspiriert von meinem aktuellen Wohnzimmerzustand.)  Diese kleine Insel an schönen Sachen auf dem Sideboard hat überhaupt keine Chance die Stimmung und den Gemütlichkeitsfaktor des Zimmers irgendwie zu heben. Und genau das wäre doch ihre Aufgabe gewesen! Unsere Aufmerksamkeit, unser Blick fällt eben nicht auf diese kleine Insel, sondern wird von den vielen Dingen drumherum abgelenkt.

Foto: Pexels

Auf dem Tisch stehen nur drei klitzekleine Objekte und trotzdem wirken sie. Und wahrscheinlich genau deswegen! Nichts lenkt uns von den tollen Bildern, dem Teppich und der Designerlampe ab.

Also, was ist jetzt das große Geheimnis zum stylishen Zuhause??? Aufräumen?

Ja und nein, aufräumen ist gut, ausmisten ist besser! Gerümpel und Zeug kann man nicht aufräumen! Es findet immer einen Weg zurück. Warum auch immer! Es kommt immer wieder! Also weg damit! Ein für alle Mal! Ich zeige euch hier meine besten Tipps zum ultimativen und endgültigen Ausmisten. Denn die ersten 2 Jahre in unserem gemeinsamen Haus, habe ich fast nichts anderes gemacht. Wir haben praktisch 3 Haushalte zusammen geworfen. Den Haushalt meines Mannes, mein eigener und den Haushalt der Uroma, die früher in diesem Haus gewohnt hat. Gemischt wurde das alles mit zurückgelassenem Krempel von früheren Mietern und das Chaos war perfekt!

  1. Hab Geduld mit dir
    Dein Haus wurde nicht in einem Tag, in einer Woche oder in einem Monat gefüllt. Es sammelt sich langsam alles an. Genauso wird deine Wohnung nicht in einem Monat wieder leer sein. Hab Geduld, auch wenn es schwer fällt. Wirf nicht die Flinte ins Korn, nur weil es nach einem Monat immer noch nicht aufgeräumter ist. Jedes Teil, das du aus dem Haus schaffst, ist ein Teil weniger, das du in Zukunft aufräumen musst!
  2. Schaff Platz in deinen Schränken
    Wenn man an Aufräumen denkt, denkt man als erstes an die Dinge, die offen herumliegen. Das Problem ist, dass es meist einen Grund dafür gibt, dass Dinge nicht aufgeräumt wurden. Sie haben in den meisten Fällen keinen festen Platz im Haus. Erst wenn du in deinen Schränken und Schubladen Platz schaffst, erst dann hast du überhaupt die Möglichkeit die herumliegenden Dinge auch wirklich dauerhaft aufzuräumen.
  3. Die 15 Minuten-Regel
    Mein Alltag ist voll. Mit zwei kleinen Kindern, einem renovierungsbedürftigen Haus, einem hungrigen Mann und einem Blog habe ich alle Hände voll zu tun den ganzen Tag. Aufräumen, Wäsche waschen, kochen, aufräumen, bei den Hausaufgaben helfen, spielen, wieder aufräumen, … Doch nichts davon ist wirklich nachhaltig. Alles muss immer und immer wieder gemacht werden. Wenn du was wirklich nachhaltiges schaffen willst, nimm dir 15 Minuten Zeit und entrümple! Nur 15 Minuten jeden Tag bringen dich nach einer Woche einen großen Schritt voran. Nach einem Monat wirst du den Erfolg selbst nicht glauben können! 15 Minuten schafft jeder. Einfach Wecker stellen, eine Tüte in die Hand nehmen und Stück für Stück jeden Raum durch gehen. Diesen Tipp habe ich übrigens von Flylady geklaut. Wenn du der englischen Sprache mächtig bist, ist das eine ganz ausgezeichnete Webseite für Ordnung und Sauberkeit. Kann ich wärmstens empfehlen!
  4. Die 21-Dinge-Regel
    Was mindestens genauso gut funktioniert, wie die 15-Minuten-Regel, ist eine kleine Challenge. Schnapp dir eine Tüte und nimm dir vor 21 Dinge aus einem Haus zu verbannen und das schnell wie möglich. Du hörst erst auf, wenn du die 21 Teile zusammen hast. Du kannst entweder durch deine ganze Wohnung gehen, oder dich auf einen bestimmten Teil beschränken. Zum Beispiel 21 Teile aus deinem Kleiderschrank aussortieren; 21 Stifte aus deinem Schreibtisch; 21 Dinge aus deiner Küche; 21 Sachen aus der Kruschtelschublade. Auch diesen Tipp habe ich mir abgeguckt und zwar von Cas von Clutterbug.
  5. Ist das schön oder kann das weg?
    Wer das Buch “ Magic cleaning“ von KonMari gelesen hat, kennt das schon. Frage dich bei jedem Teil, das du beim Aussortieren in die Hand nimmst: „Bringt mir dieses Teil Freude? Ist es tatsächlich für mich nützlich?“ Wenn die beide Fragen mit „Nein“ beantwortest, lass den Gegenstand gehen! Gib ihm jemanden, der mehr damit anfangen kann, oder der sich daran auch tatsächlich erfreuen kann.
  6. Und jetzt wohin damit?
    Gute Frage! Dieses Frage habe ich mir früher oft gestellt. Offensichtlicher Müll und defekte Sachen kommen natürlich in den Müll. Aber was ist mit den guten Sachen? Sind doch zu gut zum wegwerfen! Stimmt, du kannst sie entweder versuchen zu verkaufen oder sie spenden. Das Problem beim Verkaufen ist, dass man das meist nicht sofort tut. Es wird alles in Kisten gepackt, bis man mehr Zeit hat, um alles bei Ebay zu verticken oder auf den Flohmarkt zu gehen. Und natürlich passiert das niemals. Wann hat es denn das jemals gegeben, dass man mehr Zeit? Nie, eben! Entweder du stellst die Dinge sofort bei ebay, Quoka oder sonstigen Portalen ein oder spendest es einfach. Dann hast du zwar kein Geld verdient, hast aber etwas Gutes getan und die Sachen sind aus dem Haus. Eine Win-win-Situation!
    Abgeben kannst du solche Gegenstände oder Möbel bei sogenannten Sozialkaufhäusern. Einfach mal googeln, gibts bestimmt auch bei euch in der Gegend. Aber ruft vorher an und fragt nach, was die überhaupt brauchen. Gerade Bücher werden meist gar nicht erst angenommen. Da hilft nur Mülltonne, auch wenn mir das bis heute körperliche Schmerzen bereitet!

Und jetzt Hintern hoch, Tüte in die Hand und raus mit dem Zeug!

Herzliche Grüße

Natalie

Neuer Gartenweg und Kampf dem Unkraut

Während im Haus die Arbeiter toben, versuche ich mein Bestes in unserem Garten. Vom fundierten Gärtnerwissen und Landschaftsplanung bin ich weit entfernt. Ich schaffe es eine Brennnessel von einer Hortensie zu unterscheiden, damit endet mein fachliches Wissen auch schon. Daher habe ich mich bei der Planung meiner Hecke und des Schattenbeetes auf die Planung von Gärtner Pötschke verlassen und einfach ein fertiges Paket bestellt. Im Herbst wurden die Pflänzchen, oder eher kleine Töpfchen mit Erde und manchmal mit vereinzelten Stückchen, geliefert. Bei manchen Blumentöpfen war ich mir nicht sicher, ob die da die Pflanze vielleicht komplett vergessen haben. Zu sehen war auf jeden Fall mal so garnix. Ich hab die mickrigen Krutzeldinger dann doch verpflanzt. Was soll ich auch sonst machen, für die Tonne waren sie dann doch zu teuer. Schon klar, im Herbst haben Sträucher keine Blätter, aber irgendwie sah einfach alles mausetot aus.

Aber! Jetzt muss ich doch mal eine Lanze für Gärtner Pötschke brechen, alle, ausnahmslos alle Pflanzen sind angegangen! Auch die Krutzeldinger! Und nicht nur das, sie gedeihen jetzt im Frühling wirklich prächtig! Ich habe die Hoffnung, dass wir spätestens im nächsten Sommer eine dichte Hecke haben und uns der Blick auf den dahinterstehenden Sprinter und sonstige Autos in Zukunft erspart bleibt.

Um mir auf lange Sicht Arbeit mit dem Unkraut jähten zu ersparen, habe ich mich dafür entschieden eine dicke Schicht Rindenmulch auf die angelegten Beete zu verteilen. Dass der ganze Kram sich nicht auf dem Rasen verteilt, habe ich dann noch eine Rasenkante aus Metall in den Boden gehämmert. Zuerst hab ich mal schön mit dem Hammer draufgekloppt, dass sich die Rasenkante in den Boden schiebt. Schwerer Fehler sag ich nur! Erst mit dem Spaten vorboren und vor dem draufhauen ein Brett auf das Metall legen, sonst gibts unschöne Dellen! Extra für euch getestet! Aus den Fehlern anderer kann man schließlich auch lernen.

Der bisherige Weg durch unseren Garten zu meinen Schwiegereltern, ist extrem hässlich und zudem auch noch unpraktisch. Kein Mensch läuft erst geradeaus auf dem Weg entlang, nur um dann scharf rechts abzubiegen. Wir sind den ganzen Winter über quer über den Rasen gelatscht und haben damit eine ganz tolle Spur, im jetzt nicht mehr ganz so vorhanden Rasen, hinterlassen. Ich habe mich daher entschieden den neuen Weg in unserer natürlichen Laufrichtung zu verlegen. Dann wird er hoffentlich in Zukunft auch benutzt!

Die Steine habe ich recht günstig im Globus Baumarkt erstanden. Der Verkäufer hat mir versichert, dass sie frostbeständig und stabil sind, zumindest die dickeren Platten. Also habe ich mir die dicksten Steine davon ausgesucht. Zuhause habe ich sie zunächst auf den Rasen ausgelegt und zu schönen Trittplatten zusammen gepuzzelt. Da ich mit dem Rasenmäher einfach über die Platten rüber fahren möchte, muss ich sie jetzt auch noch einbuddeln, was nicht ganz so einfach ist, wie ich gehofft hatte. Aber nun, danach sieht es hoffentlich besonders schön aus.

Herzliche Grüße

Natalie

Überfälliger Plan des Obergeschosses

Da heute alle Arbeiten ruhen, sind ja alle Ostereier suchen, hatte ich Zeit und Platz alle Räume in Ruhe zu vermessen. Mit Roomsketcher.com habe ich dann einen Plan erstellt, der mir bei der Einrichtung und Verteilung der Steckdosen und Lichtschalter helfen soll.

Hier könnt ihr schon mal einen ersten Entwurf für uns OG sehen. Die Treppen führen natürlich nicht ins Nichts, sondern in die Spielebene im Dachgeschoss. Und die Dachschrägen fehlen auch. Obwohl die Grundzüge des Programms einfach zu bedienen sind, sind die Details doch verdammt kompliziert oder irgendwo versteckt. Vielleicht kriege ich es in den nächsten Tage noch raus, wenn ich Zeit finde. Wenn nicht, auch nicht schlimm, Hauptsache ich habe überhaupt mal einen Plan, ne? Unser Elektriker hat schon mit uns geschimpft! *tztztztztz*

Ansonsten verbringe ich viel Zeit online und suche nach dem perfekten Waschtisch. Eigentlich hatte ich ihn ja schon gefunden, den perfekten Waschtisch, aber bei 1250€ ohne Armatur, hat mir mein Mann den Vogel gezeigt. Ich suche dann mal noch ein bisschen…

Herzliche Grüße

Natalie

Großer Umbau des Obergeschosses

Als wir einzogen, haben wir uns bei der Renovierung zunächst auf das Erdgeschoss konzentriert. Im 1. Obergeschoss haben wir lediglich die Wände schnell weiß gestrichen und den Rest so gelassen, wie er war. Hauptsache wir hatten fürs Erste einen Platz zum Schlafen.

Nachdem wir unten nun soweit fertig sind, geht es oben ans Eingemachte. Unten könnt ihr Fotos vom ursprünglichen Zustand unseres Schlaf- und Spielbereichs sehen. Schön ist anders! Der Anblick beim Aufwachen hat mich die letzten 2 Jahre gequält, aber nun ist Schluss. Alle Wände wurden abgerissen und werden wieder neu errichtet. Da die Zwischenwände bisher nur aus Sperrholzplatten bestanden, ging das auch rasend schnell. Nun werden neue Trockenbauwände eingezogen und natürlich das komplette Dach gedämmt.

Der Aufgang war bisher sehr dunkel und eng. Früher waren Erd- und Obergeschoss getrennt vermietet. Daher musste alles abgetrennt sein. Da dies nun nicht mehr der Fall ist, bleiben sowohl die Tür, als auch die linke Wand einfach draußen. Da sich hinter dieser Wand ein Dachfenster versteckt, wird der Aufgang und der darunterliegende Flur hoffentlich viel heller werden.

Da wir auch das Dachgeschoss als Spielzimmer ausbauen, werden in den beiden Kinderzimmern die Decke geöffnet, um eine kleine Empore zu erhalten. Aus beiden Zimmern kann dann die Spielebene über Raumspartreppen erreicht werden. Die Treppe meiner großen Tochter kann dabei schon recht steil werden, um die Öffnung und den damit einhergehenden Platzverlust so klein, wie irgend möglich zu halten. Die Treppe unserer kleinen Tochter wird vorerst aus Sicherheitsgründen noch nicht eingebaut. Die geplante Treppe wird jedoch flacher sein, als die andere. Daher muss ihre Decke mehr geöffnet werden.

Alle Zimmer werden weiß gestrichen oder mit weißen Paneelen verkleidet, so dass das gesamte Dach- und Obergeschoss sehr hell wird. Auch ein weißer Holzfußboden ist in Planung. Da holen wir uns zur Zeit noch Angebote ein.

Das Badezimmer wird komplett neu gestaltet. Die Badewanne wird nicht mehr benötigt, da wir bereits im Erdgeschoss eine haben. Viel sinnvoller ist eine zweite Dusche in einem Haushalt mit drei Frauen. An die Wand rechts neben dem Fenster wird ein Waschtisch installiert. Links neben das Fenster findet die Toilette ihren Platz. Die Tür kann durch den Ausbau der Badewanne ein Stück nach rechts verschoben werden. Und auch die linke Wand Richtung Kinderzimmer wird ein Stück nach links verschoben. So entsteht Platz für eine Dusche.

Im Büro ändert sich hauptsächlich die Farbe. Nach der Dämmung werden Rigipsplatten eingebaut und ersetzen die doch recht altmodischen Profilbretter. Die Wand im unteren Bild wird etwas nach vorne versetzt, so dass eine ebene Fläche neben der Tür entsteht. Damit hat endlich unser Aktenschrank Platz.

Ihr seht, wir haben viel vor. Also stay tuned!

Herzliche Grüße

Natalie

 

Home Organization Challenge: Die Küche

Seit mehren Jahren fordert uns Tony von A Bowl full of Lemons mit ihrer Home Organization Challenge heraus unser komplettes Haus in nur 14 Wochen komplett aufzuräumen und zu putzen. Letztes Jahr habe ich zum ersten Mal daran teilgenommen, konnte aber die 14 Wochen aufgrund umfassender Renovierungsmaßnahmen an unserem Haus nicht abschließen. Dieses Jahr bin ich wieder mit von der Partie. Aber auch in diesem Jahr werden ich nicht alles schaffen können, da die Renovierungen immer noch andauern. Trotzdem möchte ich mein Bestes geben, um mein Häuschen so gut wie möglich auf Hochglanz zu bringen.

Die Challenge ist bereits in vollem Gange. Aber keine Sorge, man kann jederzeit einsteigen. Ich nehme euch heute mit in die 1. Zone, meine Küche.

Woche 1: Die Küche

Da die Küche meist Dreh- und Angelpunkt der Familie ist, beginnt die Challenge genau dort. Meine Küche ist der wahrscheinlich meist genutzte Raum bei uns. Und obwohl ich akribisch darauf achte, was so alles in den einzelnen Schubladen landet, staut sich doch einiges an im Laufe der Zeit.

Begonnen habe ich mit dem Leerräumen der Arbeitsfläche, um Abstellfläche zu haben. Anschließend habe ich einen Schrank und eine Schublade nach der anderen ausgeräumt, gereinigt und nur das wieder zurückgestellt, was wirklich hinein gehört und auch hinein muss. Alles überflüssige flog rigoros raus. Dieses Prinzip funktioniert jedoch nur, wenn die Schubladen schon vorher mit System eingeräumt waren. Soll ein neues Ordnungssystem entstehen, hilft es sich vorher einen Plan zu schreiben oder zu malen, wo später alles zu finden sein soll. Beim Planen habe ich mir genau überlegt, was ich wo brauche. Ich habe meine gesamte Küche in Zonen eingeteilt. Wie ich erst beim Planen gemerkt habe, hat sich meine Kochzone weg vom Herd, hin zu meiner neuen Küchenmaschine verlagert. Also habe ich kurzerhand umgeräumt.

 

Kochzone:

Nach dem Kauf meines Thermomixes koche ich tatsächlich hauptsächlich mit diesem Gerät und weniger am Herd. Daher war es nur logisch, dass meine Gewürze und das Thermomix-Zubehör griffbereit sein müssen. Diese habe ich in die Schubladen direkt unter der Maschine gelagert. Auf der Arbeitsplatte, immer zugänglich, habe ich die wichtigsten Zutaten, wie Öl, Essig, Salz, Zwiebeln und Knoblauch arrangiert. Dort befindet sich auch ein Glas mit Löffeln und scharfen Messern, die ich sehr häufig zum Abmessen und Kochen brauche. Damit hört das Gerenne zur Besteckschublade auf.

Kaffeezone:

Neben der Kaffeemaschine befindet sich jetzt ein Tablett mit unseren Lieblingstassen und einem Vorratsbehälter mit Kaffeebohnen. Da wir weder Sirup noch Zucker in unserem Kaffee trinken, bleibt es bei diesen Basisdingen. Wer jedoch gerne mit Kaffeespezialitäten experimentiert, kann sie sich eine eigene kleine Kaffeebar aufbauen.

Kühlschrank:

Obwohl der Rest der Küche meist gut durchorganisiert war, herrschte im Kühlschrank immer Chaos. Um dem Herr zu werden und nicht Sachen in den Untiefen des Kühlgerätes zu verlieren, habe ich in Kühlschrankboxen investiert und diese beschriftet. Damit hat auch der Rest der Familie die  Chance hat das neue System zu durchschauen. Was für mich so logisch erscheint, ist für meinen Mann ganz und gar nicht logisch. Da helfen nur Schilder, auch wenn das meinen Mann an den Rande des Wahnsinns treibt.

Aufbewahrungszone:

Für meine Trockenprodukte und Backzutaten habe ich in Vorratsgläser investiert. Diese halten lästige Motten fern, beziehungsweise schließen sie ein, falls die Larven bereits mit gekauft wurden. Im Vergleich zu anderen Aufbewahrungssystemen sind diese Gläser erschwinglich und sehen gut aus. Zur Beschriftung habe ich Tafelaufkleber mit Flüssigkreide beschriftet. So kann ich den Inhalt der Gläser jederzeit und problemlos austauschen.

Putzen:

Mittlerweile besitze ich nur noch Basisreinigungsmittel. Die ganzen Flaschen, Sprays und Packungen nehmen nur Platz weg und bieten kaum Mehrwert. Dafür habe ich in gute Mikrofasertücher investiert und diese zusammengerollt in einem Körbchen gelagert. Daneben liegen verschiedene Bürsten, Geschirrtücher und Scheuerschwämme.

Krimskrams:

Die Schublade muss einfach sein! Irgendwo muss der ganze Kram ja hin. In meiner Krimskrams-Schublade findet man nicht nur Stifte, Klebeband und Papier. Auch ein paar Werkzeug-Essentials habe ich dort gelagert. So muss man nicht für jedes verdammte Schräubchen in die Garage oder in den Keller rennen, um einen Schraubenzieher zu holen.

Arbeitsfläche:

Diese möchte ich so leer, wie irgend möglich halten. Bis auf Kaffeemaschine und Thermomix stehen keine Geräte offen herum. Toaster, Slow Cooker und andere Gerätschaften, die nur sporadisch eingesetzt werden, habe ich in Schubladen oder im Keller verstaut. Sachen, die nur 1-2 mal im Jahr verwendet werden, verstopfen damit nicht mehr wertvollen Platz in der Küche.

Häufig fanden sich auch noch Blätter, Briefe, Rezepte, Coupons und der gleichen auf der Arbeitsplatte. Briefe und wichtige Blätter (z.B. von der Schule) habe ich in eine Sichtmappe gesteckt. Rezepte habe ich in einen Ordner abgeheftet. Coupons, Prospekte, Briefumschläge, Briefmarken, Gutscheine usw. landeten in einer Fächermappe. Alles zusammen steckt in einem Zeitungshalter von Ikea. Hefte, Blöcke und sonstiges habe ich in einer Dokumentenbox von Semikolon versteckt.

 

Das Ziel der ganzen Aktion ist, dass alles aus der Küche raus ist, was nicht dorthin gehört oder nicht mehr benötigt wird. Der übrig gebliebene, nützliche Rest soll so funktional und ästhetische wie möglich aufbewahrt werden.

 

Einfach backen: Kuchen im Waffelbecher

Für eine Geburtstagsfeier wurde ich gebeten etwas Kleines für die Kinder zu backen. Im Thermomix-Rezepte-Portal habe ich dann durch Zufall kleine Küchlein im Waffelbecher gefunden. Ihr wisst schon, die Dinger, die eigentlich für Eis gedacht sind, in die Oma aber immer den Eierlikör einfüllt.  Die fand ich sehr süß und praktisch für kleine Kinderhände. Später habe ich dann diverse andere Rezepte und Dekoideen für Kuchen im Waffelbecker gefunden. Unten findet ihr mein Rezept. Es ist so unglaublich einfach, dass es perfekt zum gemeinsamen Backen mit den Kindern ist.

Kuchen im Waffelbecher

Zutaten:
130g Butter
70g Zucker
1 Packung Vanillezucker
2 Eier
130g Mehl
1 TL Backpulver
20g Kakao
40g Milch
Nutella
Schmetterlinge aus Esspapier
Zuckerblumen
24 Waffelbecher mit Fettglasur

Butter, Zucker und Vanillezucker mit einem Handmixer cremig rühren. Anschließend die Eier und die Milch dazugeben und gut auf hoher Stufe verrühren. Das Mehl, den Kakao und das Backpulver dazu geben und kurz verrühren.  Den Teig entweder in eine Spritztülle füllen oder in einen Gefrierbeutel (Ecke abschneiden). Damit lässt sich der Teig gut in die Waffelbecher füllen. Die Becherchen nur zu 2/3 voll füllen. Anschließend die Becher auf ein mit Backpapier belegtes Backbleck stellen und bei 180°C für 15 Minuten backen.
Nach dem Abkühlen die Schmetterlinge und Zuckerblumen mit Nutella oder Schokoladenglasur festlkleben. Toll wäre auch eine Deko mit kleinen Kirschlutschern oder den Blumen-Retroluschern. So werden die Waffelbecher zu kleinen Blumentöpfen.

Das Rezept für den Thermomix findest du im Rezepteportal.