Close
0
  • Herzensstücke

Das Geheimnis für ein Zuhause wie auf Pinterest: Wie miste ich richtig aus?

Kennst du das? Du hast einen Haufen Geld für Deko, Bilder, Vorhänge, und jede Menge anderen Kleinkram ausgegeben und trotzdem sieht deine Wohnung oder dein Haus immer noch nicht stylisher aus? Jedes Mal, wenn ich in Läden wie Depot oder Butlers stehe bin ich total beflügelt. Ich male mir aus, wie die Sachen zusammen passen, wo sie hin sollen und wie toll meine Bude dann aussieht. Perfekt jahreszeitlich angepasst und durchgestylt von oben bis unten. Und daheim? Sieht`s wieder mal scheiße aus!

Nicht dass die Stücke nicht passen würden, wir keinen Geschmack hätten oder es ein totaler Fehlkauf gewesen wäre. Es wirkt einfach nicht! Und pintersttauglich ist es schon mal gleich gar nicht. Also bitteschön, was verdammt ist eigentlich das Problem???

Ich nenne es die „Inseldekoration“! Wir suchen uns eine tolle Deko aus und drapieren sie zum Beispiel auf dem Sideboard im Wohnzimmer. An sich keine schlechte Idee, aber wenn drum herum das Chaos herrscht, hier ein voller Wäschekorb, dort ein Stapel Papier, Coupons von Payback, Kinderspielzeug, Bücher und sonstiger Kruscht, der überall rumfliegt,  ist jede Deko zum Teufel. (Die Liste ist übrigens inspiriert von meinem aktuellen Wohnzimmerzustand.)  Diese kleine Insel an schönen Sachen auf dem Sideboard hat überhaupt keine Chance die Stimmung und den Gemütlichkeitsfaktor des Zimmers irgendwie zu heben. Und genau das wäre doch ihre Aufgabe gewesen! Unsere Aufmerksamkeit, unser Blick fällt eben nicht auf diese kleine Insel, sondern wird von den vielen Dingen drumherum abgelenkt.

Auf dem Tisch stehen nur drei klitzekleine Objekte und trotzdem wirken sie. Und wahrscheinlich genau deswegen! Nichts lenkt uns von den tollen Bildern, dem Teppich und der Designerlampe ab.

Also, was ist jetzt das große Geheimnis zum stylishen Zuhause??? Aufräumen?

Ja und nein, aufräumen ist gut, ausmisten ist besser! Gerümpel und Zeug kann man nicht aufräumen! Es findet immer einen Weg zurück. Warum auch immer! Es kommt immer wieder! Also weg damit! Ein für alle Mal! Ich zeige euch hier meine besten Tipps zum ultimativen und endgültigen Ausmisten. Denn die ersten 2 Jahre in unserem gemeinsamen Haus, habe ich fast nichts anderes gemacht. Wir haben praktisch 3 Haushalte zusammen geworfen. Den Haushalt meines Mannes, mein eigener und den Haushalt der Uroma, die früher in diesem Haus gewohnt hat. Gemischt wurde das alles mit zurückgelassenem Krempel von früheren Mietern und das Chaos war perfekt!

  1. Hab Geduld mit dir
    Dein Haus wurde nicht in einem Tag, in einer Woche oder in einem Monat gefüllt. Es sammelt sich langsam alles an. Genauso wird deine Wohnung nicht in einem Monat wieder leer sein. Hab Geduld, auch wenn es schwer fällt. Wirf nicht die Flinte ins Korn, nur weil es nach einem Monat immer noch nicht aufgeräumter ist. Jedes Teil, das du aus dem Haus schaffst, ist ein Teil weniger, das du in Zukunft aufräumen musst!
  2. Schaff Platz in deinen Schränken
    Wenn man an Aufräumen denkt, denkt man als erstes an die Dinge, die offen herumliegen. Das Problem ist, dass es meist einen Grund dafür gibt, dass Dinge nicht aufgeräumt wurden. Sie haben in den meisten Fällen keinen festen Platz im Haus. Erst wenn du in deinen Schränken und Schubladen Platz schaffst, erst dann hast du überhaupt die Möglichkeit die herumliegenden Dinge auch wirklich dauerhaft aufzuräumen.
  3. Die 15 Minuten-Regel
    Mein Alltag ist voll. Mit zwei kleinen Kindern, einem renovierungsbedürftigen Haus, einem hungrigen Mann und einem Blog habe ich alle Hände voll zu tun den ganzen Tag. Aufräumen, Wäsche waschen, kochen, aufräumen, bei den Hausaufgaben helfen, spielen, wieder aufräumen, … Doch nichts davon ist wirklich nachhaltig. Alles muss immer und immer wieder gemacht werden. Wenn du was wirklich nachhaltiges schaffen willst, nimm dir 15 Minuten Zeit und entrümple! Nur 15 Minuten jeden Tag bringen dich nach einer Woche einen großen Schritt voran. Nach einem Monat wirst du den Erfolg selbst nicht glauben können! 15 Minuten schafft jeder. Einfach Wecker stellen, eine Tüte in die Hand nehmen und Stück für Stück jeden Raum durch gehen. Diesen Tipp habe ich übrigens von Flylady geklaut. Wenn du der englischen Sprache mächtig bist, ist das eine ganz ausgezeichnete Webseite für Ordnung und Sauberkeit. Kann ich wärmstens empfehlen!
  4. Die 21-Dinge-Regel
    Was mindestens genauso gut funktioniert, wie die 15-Minuten-Regel, ist eine kleine Challenge. Schnapp dir eine Tüte und nimm dir vor 21 Dinge aus einem Haus zu verbannen und das schnell wie möglich. Du hörst erst auf, wenn du die 21 Teile zusammen hast. Du kannst entweder durch deine ganze Wohnung gehen, oder dich auf einen bestimmten Teil beschränken. Zum Beispiel 21 Teile aus deinem Kleiderschrank aussortieren; 21 Stifte aus deinem Schreibtisch; 21 Dinge aus deiner Küche; 21 Sachen aus der Kruschtelschublade. Auch diesen Tipp habe ich mir abgeguckt und zwar von Cas von Clutterbug.
  5. Ist das schön oder kann das weg?
    Wer das Buch “ Magic cleaning“ von KonMari gelesen hat, kennt das schon. Frage dich bei jedem Teil, das du beim Aussortieren in die Hand nimmst: „Bringt mir dieses Teil Freude? Ist es tatsächlich für mich nützlich?“ Wenn die beide Fragen mit „Nein“ beantwortest, lass den Gegenstand gehen! Gib ihm jemanden, der mehr damit anfangen kann, oder der sich daran auch tatsächlich erfreuen kann.
  6. Und jetzt wohin damit?
    Gute Frage! Dieses Frage habe ich mir früher oft gestellt. Offensichtlicher Müll und defekte Sachen kommen natürlich in den Müll. Aber was ist mit den guten Sachen? Sind doch zu gut zum wegwerfen! Stimmt, du kannst sie entweder versuchen zu verkaufen oder sie spenden. Das Problem beim Verkaufen ist, dass man das meist nicht sofort tut. Es wird alles in Kisten gepackt, bis man mehr Zeit hat, um alles bei Ebay zu verticken oder auf den Flohmarkt zu gehen. Und natürlich passiert das niemals. Wann hat es denn das jemals gegeben, dass man mehr Zeit? Nie, eben! Entweder du stellst die Dinge sofort bei ebay, Quoka oder sonstigen Portalen ein oder spendest es einfach. Dann hast du zwar kein Geld verdient, hast aber etwas Gutes getan und die Sachen sind aus dem Haus. Eine Win-win-Situation!
    Abgeben kannst du solche Gegenstände oder Möbel bei sogenannten Sozialkaufhäusern. Einfach mal googeln, gibts bestimmt auch bei euch in der Gegend. Aber ruft vorher an und fragt nach, was die überhaupt brauchen. Gerade Bücher werden meist gar nicht erst angenommen. Da hilft nur Mülltonne, auch wenn mir das bis heute körperliche Schmerzen bereitet!

Und jetzt Hintern hoch, Tüte in die Hand und raus mit dem Zeug! Schreibe mir doch in die Kommentare, was du so alles loslassen konntest!

Genieße deinen Tag!

Natalie

Wie räume ich richtig auf?
Foto: Sarah Dorweiler

Related Posts

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.