Close
0
  • Herzensstücke

Dein bester Ratgeber bist du selbst!

Meist wissen wir selbst ganz genau, was wir jetzt brauchen oder dringend machen müssten. Wir hören diese leise, manchmal auch laute Stimme in unserem Kopf ständig. Leider haben wir gelernt diese Stimme zu ignorieren oder ihr gar zu widersprechen.

Die Stimme beginnt ihren Satz meist so: „Ich müsste jetzt unbedingt mal …“ oder „Ich muss endlich …“

Kennst du das?

Ich auf jeden Fall!

Ich schaffe es sogar mit dieser Stimme zu diskutieren, obwohl ich genau weiß, wie bescheuert das ist. Diese Stimme, ich nenne sie meinen inneren Yoda, ist ein richtig guter Ratgeber. Klein-Yoda zeigt mir ganz genau, was mich zur Zeit belastet und mich unter Druck setzt, oder wie ich meinen Druck abbauen kann. Gebe ich diesem Denken ohne zu diskutieren nach und tu das, was Klein-Yoda mir sagt, geht es mir immer besser.

Angenommen Klein-Yoda sagt mir, dass ich unbedingt mal wieder zum Zahnarzt müsste. Dann nehme ich den Hörer in die Hand und rufe in der Praxis an. Danach fühle ich mich richtig befreit! Tue ich das nicht, nervt mich Klein-Yoda über Tage, Wochen oder gar Monate hinweg und ich muss ihm ständig erklären, warum ich nicht zum Zahnarzt gehe. Meine Gedanken kreisen förmlich um dieses Thema. Besonders blöd wird es, wenn Klein-Yoda der Meinung ist, dass ich zusätzlich auch noch endlich meine Steuer machen müsste, zum Sport gehen oder mal wieder das Haus putzen müsste.

Es ist wichtig, sich nicht in den Strudel aus „ich-müsste-mal-wieder“-Sätzen hineinziehen zu lassen! Es geht mir hier nicht darum, unser schlechtes Gewissen zu nähren. Im Gegenteil! Es geht mir darum auf meinen Körper und meinen Geist zu achten und diese zu entlasten. Ich gehe auch nur dem ersten Geistesblitz nach und nicht den 100 folgenden, was ich eigentlich auch noch alles machen müsste! Klein-Yoda hat nur eine Stimme, danach hat er die Klappe zu halten. Es geht auch nicht darum, immer nur lang aufgeschobene Aufgaben zu erfüllen. Klein-Yoda säuselt mir auch manchmal ins Ohr, dass ich dringend mal wieder ausgehen müsste oder ein gutes Buch lesen sollte. Diese Dinge sind sogar noch viel wichtiger, denn wenn ich diesen kleinen Erinnerungen nachgehe, lade ich meine Akkus wieder so richtig auf und kann die nächsten Tage viel besser durchstarten.

Wenn deine Antwort darauf aber nun so lautet: „Ich kann doch nicht alles stehen und liegen lassen, nur weil ich denke, dass ich mal wieder einen Tag im Spa brauche! Was mache ich denn mit meinen Kindern? Und was denkt denn mein Mann von mir, wenn ich ihm sage, dass ich heute ins Spa verschwinde?“, dann höre genau zu!

Natürlich kannst du dieser Stimme nicht immer sofort folgen. Du kannst deine Kinder nicht einfach alleine lassen und ins nächste Thermalbad verschwinden. Das ist klar, aber du kannst deine kleine Auszeit planen. Du kannst schon mal ein Bad aussuchen oder deine beste Freundin fragen, ob sie dich begleitet, wenn du das wünschst. Vielleicht auch, ob sie mal auf deine Kinder aufpassen würde. In den meisten Familien ist es möglich, dass Mama sich mal für ein paar Stunden Ruhe gönnt. Rede mit deinem Partner, deinen Eltern oder Schwiegereltern, mit Freunden oder Nachbarn. Es wird sich sicherlich eine Lösung finden.

Es sollte dich auch nicht stören, was andere von dir denken. Was andere von dir denken, geht dich nichts an! Du kannst deinen Alltag viel besser und ruhiger meistern, wenn du etwas für dich getan hast. Dabei ist es völlig unerheblich, was das ist, ob Spa, tanzen, basteln, wandern, lesen, … Wenn dir dein Kleiner Yoda dazu rät, wieder mal etwas für dich zu tun, dann schaffe dir den Freiraum!

Das alles hat auch einen positiven Effekt auf deine Familie. Du gehst mit gutem Beispiel voran. Du zeigst deinen Kindern, dass es in Ordnung ist, für sich selbst einzustehen und sich selbst etwas Gutes zu tun. Oder willst du deine Kinder dazu erziehen, sich immer nur für andere aufzuopfern? Geh mit gutem Beispiel voran und zeige ihnen, dass man immer in einer Balance zwischen geben und nehmen leben muss.

Hier habe ich auch schon über die Jobbeschreibung als Mama geschrieben und wie deine Entscheidungen sich auf deine Kinder auswirkt.

Genieße deinen Tag!

Natalie

 

Related Posts

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.