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Montessori: Unsere ersten Schritte

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  • Herzensstücke

Eigentlich bin ich schon länger ein großer Fan der Montessori-Pädagogik. Aber so richtig umgesetzt, haben wir das zuhause leider noch nicht. Das soll sich nun ändern. Inspiriert dazu hat mich Anna durch ihren wunderschönen Blog Eltern vom Mars.

Ich habe also angefangen mich genauer mit dem Thema Montessori zuhause zu befassen. Und je mehr ich gelesen habe, desto klarer wurde das Bild und die Vorstellung darüber, wie so ein Montessori Zuhause aussehen sollte. Allerdings wuchs mit jedem Blogbeitrag und Buch, das ich gelesen habe, auch die Liste der Dinge, die ich kaufen, umstellen oder aussortieren wollte. Und am liebsten wollte ich alles sofort umsetzen.

Aber irgendwo muss man ja anfangen. Also habe ich mich dazu entschieden, erst einmal mit den Spielsachen von Malea anzufangen. Das schien mir die einfachste Umstellung von allem zu sein. Also habe ich ein paar schöne Körbchen und Tabletts besorgt und habe die Spielsachen darin einsortiert. Ein eigenes Regal für sie habe ich noch nicht gekauft, denn dafür muss ich noch Platz im Haus schaffen. Also habe ich die Körbchen und Tabletts in unsere vorhandenen Regale gestellt. Das ist zwar nicht optimal, aber ein Anfang. Und die Umstellung war gar nicht schwer. Im Gegenteil, Malea hat das Prinzip sofort verstanden und räumt nach dem Spielen alles wieder zurück auf das Tablett und dieses wieder zurück ins Regal. Ganz so, als ob sie das schon immer so gemacht hätte. Das Spielzeug-Chaos und das abendliche Aufräumen hat sich gelichtet und vereinfacht. Es ist noch nicht perfekt, wird es wohl auch nie, aber es ist schon viel leichter.

Montessori Aktivitäten 3 Jährige

Zur Zeit hat Malea folgende Dinge auf ihrem „Regal“:

1.) Holzklötze mit Aufgabenkarten: Die Aufgabenkarten zeigen verschiedene Bauten, die dann nachgebaut werden sollen. Für den Anfang habe ich ihr die einfachsten Karten herausgesucht, um sie nicht zu überfordern. Sie hat kurz gebraucht, bis sie das Prinzip verstanden hatte, jetzt baut sie alles mit Leidenschaft nach.

2.) Knete: Das ist der absolute Dauerbrenner bei uns. Es vergeht kein Tag ohne ihre geliebte Knete. Allerdings habe ich hier so richtig aussortiert. Die großen Knet-Sets zum vorgegebenen Spielen, wie die Pizzeria und die Knetformen von Tieren, habe ich aussortiert und gespendet. Malea hat sie auch überhaupt nicht vermisst. Jetzt knetet sie viel freier und kreativer. Sie hat nur noch ein kleines Nudelholz, ein Knetmesser und einige Ausstechförmchen auf ihrem Tablett. Mehr ist nicht nötig. Die Originalbecher der Knete habe ich gegen Schraubgläser ausgetauscht, da Malea die Plastikbecher nicht alleine öffnen konnte.

3.) Hämmerchenspiel: Zum Spiel gehört eine Anleitung mit Konstruktionsvorschlägen. Diese habe ich bewusst weggelassen, um ihre Kreativität nicht mit vorgefertigten Ideen auszubremsen.

4.) Puzzle mit 24 Teilen: Eigentlich sollten Darstellungen in Büchern und Spielsachen nach Montessori realistisch dargestellt werden. Daher ist unser Puzzle ganz und gar nicht montessorimäßig. Aber ich hatte es noch von Kyara zuhause und ich wollte nicht alles sofort ersetzen. Bei den nächsten Anschaffungen, werde ich jedoch darauf achten.

5.) Perlen zum Auffädeln: Die Perlen sind recht groß mit einem dem entsprechenden Loch. Die Fäden haben ein versteiftes Ende, ähnlich denen eines Schuhbändels, daher ist das Einfädeln recht einfach. Fast schon zu einfach. Demnächst möchte ich alles austauschen gegen kleinere Perlen und lege nächstes mal auch eine stumpfe Sticknadel zum Auffädeln dazu.

6.) Holzkugelbahn: Diese Kugelbahn wird wirklich gerne bespielt. Für Malea alleine ist sie noch etwas schwierig aufzubauen, aber gemeinsam haben die Mädels echt Spaß.

7.) Playmobil: Auch das gehört zu ihren Lieblingsspielsachen; schon seit vielen Monaten. Die losen Teile habe ich in ein Körbchen gelegt. Die große Kita und der Wasserspielplatz haben ihren Platz auf einem Teppich gefunden. Hier wird auch das Playmobil gespielt. So wird es nicht mehr im ganzen Wohnzimmer verteilt und das Aufräumen fällt leichter.

Mit Montessori beginnen Montessoriinspirierte Aktivitäten Spiele für 3 Jährige

Zugegeben, perfekt ist es nicht, aber ein Anfang! Perfekt war auch nicht das Ziel. Wenn ich auf perfekt warten würde, würde ich nie anfangen. Meine nächsten Schritte sind nun: eine vorbereitete Umgebung für die täglichen Aktivitäten, einen Babybereich für mein noch ungeborenes Kind, ein Montessori Mobile und ein Kreativbereich.

Genieße deinen Tag!

Natalie

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