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  • Herzensstücke

So gestaltest du einen einfachen, aber funktionsfähigen Familienkalender

Wie ich hier schon geschrieben habe, habe ich mich aus genannten Gründen für einen Wandkalender mit extragroßen Kästchen entschieden. Er hängt in unserer Diele, direkt neben der Badezimmertür. Jedes Mal, wenn ich dorthin unterwegs bin, schaue ich darauf, mittlerweile schon aus reiner Gewohnheit.

Warum ein 16-Monatskalender der bessere Kalender für dich ist

Es war eher Zufall, dass ich mich für einen Kalender mit 16 Monaten entschieden habe. Mein Kalender begann im September 2016 und endet im Dezember 2017. Mir war der Sinn dahinter nicht klar, da der neue Kalender bereits im Juni 2017 herauskam und die Monate September-Dezember 2017 dann eigentlich unnötig sind, sind ja im neuen Kalender auch drin. Wenn man aber mal genau darüber nachdenkt, ist es doch die bessere Wahl. Denn am Ende des Jahres kommen viele neue Termine für das nächste Jahr hinzu. Mit einem 16-Monatskalender kann man sie ganz locker eintragen, da das komplette folgende Jahr bereits enthalten ist. Außerdem denke ich als Lehrerin und Mutter einer schulpflichtigen Tochter sowieso in Schuljahren, also von Sommerferien bis Sommerferien. Bekomme ich zu Beginn des Schuljahres die Terminplanung für das komplette Schuljahr, kann ich auch diese Termine bereits komplett eintragen, ohne einen zweiten Kalender nutzen zu müssen. Ich tausche daher meinen Kalender tatsächlich nach 12 Monaten aus und zwar nicht wie üblich im Januar, sondern bereits im September.

Den richtigen Platz finden

Wichtig ist also ein möglichst prominenter Platz in deinem Haus oder Wohnung. Ein Kalender über dem Schreibtisch im Büro, das man nur alle 3 Tage betritt, ist daher wenig zweckmäßig. Suche dir einen Platz aus, an dem du sowieso täglich mehrmals vorbei gehst. Am Besten hängt er auf Augenhöhe und hat eine Stifthalterung. Ein darunter stehender Tisch oder Schränkchen erfüllt diese Aufgabe natürlich auch.

Alle Termine im Blick behalten

Meine Termine trage ich oben im Kästchen ein. Zur Zeit nutze ich nur eine Farbe, da die meisten Termine mich selbst betreffen. Die Kinder sind noch zu klein, um den Kalender aktiv zu nutzen und mein Mann hat tatsächlich wenig private Termine. Wenn die Kinder größer werden und anfangen ihre eigenen Termine einzutragen, erhält jeder seine eigene Farbe, um leichter die Termine auseinanderhalten zu können.
Ist der Termin außer Haus und nicht an einem bekannten Ort, trage ich auch gleich noch die Adresse dazu ein. So muss ich nicht kurz vor dem Termin umständlich die Adresse heraus suchen. Erfahrungsgemäß ist es da sowieso schon immer zeitlich eng und stressig.
Wenn ich zu einem Termin etwas mitbringen soll, trage ich auch das ebenfalls dazu ein. So vergesse ich nichts. Handelt es sich beispielsweise um einen Kuchen für eine Party, plane ich das Backen bereits in den Vortag ein und lege auch gleich fest, welche Art Kuchen es denn werden soll. Ähnlich verfahre ich auch mit dem Kauf von Geburtstagsgeschenken. Diese plane ich ungefähr eine Woche vorher ein.

Ansprechender, bunter und auch übersichtlicher wird ein Kalender, wenn man passende Sticker verwendet oder kleine Bildchen und Piktogramme aufmalt. Bei meinem Kalender waren bereits Sticker für sehr viele Gelegenheiten dabei. Diese bekommt man jedoch auch bei Dawanda.de oder Amazon.de.

Wiederkehrende Aufgaben nicht vergessen

Im unteren Bereich des Kästchens trage ich wiederkehrende Aufgaben ein, die ich in größeren Abständen erledigen muss. Das sind zum Beispiel:

  • Kühlschrank auswaschen
  • Spülmaschine reinigen
  • Kaffeemaschine entkalken
  • Waschmaschine reinigen
  • Kontaktlinsen wechseln
  • Zahnbürsten austauschen
  • Wimperntusche erneuern
  • Wiederherstellungspunkt am Laptop erstellen
  • Schränke ausmisten
  • usw.

Ich trage diese nicht bereits im Voraus für das ganze Jahr ein, sondern immer nur von einem Termin auf den nächsten. Wenn ich zum Beispiel heute die Waschmaschine gereinigt habe, trage ich den nächsten Termin für die Reinigung 4 Monate später in den Kalender ein. Wenn ich nicht sofort am Stichtag dazu komme, die Maschine zu reinigen und es sich um 1-2 Wochen verschiebt, verschiebt sich natürlich auch der nächste Termin. Hätte ich diesen allerdings schon vorher für das ganze Jahr festgelegt, kann es da im Anschluss recht chaotisch werden. Die Reinigungsintervalle habe ich entweder den Herstellerangaben entnommen oder individuell nach Verschmutzungsgrad festgelegt. Wenn ich merke, dass ich zu häufig reinige oder zu wenig, passe ich den Intervall an.

Tasche als Zwischenablage

Im hinteren Teil des Kalenders befindet sich bei mir eine kleine Tasche. Dort bewahre ich meine Aufkleber und Schriftstücke auf, die ich nur kurz brauche, beispielsweise Einladungen, Gutscheine, Elternbriefe von der Schule oder Kita, … Ist der Termin vorbei, entsorge ich die entsprechenden Papiere.
Wenn diese Tasche an eurem Kalender fehlt, kannst du sie ganz einfach mit etwas Pappe und Klebeband selbst basteln.

Wie macht ihr euren Kalender familientauglich?

Genieße deinen Tag!

Natalie

 

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16 thoughts on “So gestaltest du einen einfachen, aber funktionsfähigen Familienkalender

    1. Natalie

      Ich wusste das auch nicht, war eher Zufall, dass ich mein Exemplar bestellt hatte. Nachdem ich ihn aber ein volles Jahr getestet habe, bin ich überzeugt davon und habe mir gestern auch gleich den neuen bestellt.

  1. Ronja

    Hallo Natalie, der Kalender ist total süß! Meine Mama hat das auch immer so liebevoll gemacht. Sie hat sogar den Hund eingetragen, damit sie notieren konnte, wann er Termine hat. 🙂 Liebe Grüße ronja

    1. Natalie

      Danke sehr! Ja, optisch gefällt er mir auch und er passt perfekt in unser kleines Landhaus. Was Mamas immer schon so gemacht haben, muss noch lange nicht überholt sein. Ich packe auch gerade althergebrachtes von Mama und Oma wieder aus. Vieles erleichtert tatsächlich auch unser Leben in 2017. Nur hat man es vergessen oder hielt es lange für überholt. Ich seh schon, das gibt ein neues Blogthema 😉 Danke für die Inspiration!

  2. Ina Apple

    Dein Kalenderkonzept finde ich klasse! Allerdings bin ich schon vor längerer Zeit auf einen digitalen Kalender umgestiegen, den ich auf allen meinen Geräten (iPhone, iPad, PC) automatisch synchronisiere. Da kann man auch mehrere Kalender anlegen (z.B. Arbeit, Blog, Familie), die die Termine dann in unterschiedlichen Farben zeigen. Mit meiner Familie synchronisiere ich die Termine über einen gemeinsamen Familienkalender zu dem alle Familienmitglieder eingeladen sind. Das funktioniert einfach klasse und bei Terminänderungen muss man nur kurz am Smartphone die Änderung eingeben und schon haben diese alle beteiligten. Papier benutze ich allerdings auch noch für meinen Schulplaner, da kann ich noch nicht digital. 🙂 Liebe Grüße, Ina

    1. Natalie

      Danke für das Kompliment!
      Ich habe auch lange einen digitalen Kalender benutzt, vor allem als ich noch außer Haus gearbeitet habe. Und ähnlich wie bei dir musste mein Schulplaner auch unbedingt noch ein Buch sein. Ein Jahr habe ich es komplett digital versucht mit einer Lehrer-App. Big Disaster, sag ich nur!
      Allerdings bin ich ein sehr visueller Typ, ich brauche dringend den Kalender vor meinen Augen und das möglichst 10-15mal täglich. Sonst vergisst mein Spatzenhirn die Hälfte der Termine.

  3. Zimo Tam

    Hi Natalie, cooler Beitrag von dir.
    Ich finde gerade in der heutigen Zeit, wo alles immer digitaler wird eigentlich ganz schön
    so manche Dinge auch einfach noch richtig vor sich zu haben. Ähnlich wie bei Büchern,
    da finde ich es auch einfach am schönsten richtig mit den Händen durchblättern zu können,
    als sie nur noch digital als Kindle oder auf dem PC zu haben.

    LG
    Zimo

    1. Natalie

      Hallo Zimo,
      das geht mir ähnlich Ich liebe es auch ein richtiges Buch in Händen zu halten. Ich brauche den Geruch und das Geräusch beim Umblättern.

  4. Jasmin

    hach, sowas ist ja mal voll ein Beitrag für mich, da ich leicht (ich schwöre nur ganz leicht) Planersüchtig bin.
    Sehr gute Tipps. Aktuell haben der Mann und ich zwei Personal Kalender und müssen noch miteinander abgleichen, wann wer, welchen Termin hat, aber zu zweit klappt das noch ganz gut:-)
    Liebe Grüße

    1. Natalie

      Ich habe bereits einen Beitrag über verschiedene Kalendertypen mit ihren Vor- und Nachteilen geschrieben. Ich liebe auch tolle Planer in Buchform. Wenn ich mir die Planner von Erin Condren ansehe, könnte ich dahinschmelzen. Aber ganz ehrlich, ich könnte damit nicht umgehen. Das tolle Planner würde in meiner Tasche stecken oder in meinem Schrank stehen und ich würde ihn schlichtweg vergessen zu benutzen. So geschehen in 2013, 2014 und 2015. Mein Hirn braucht einen direkt vor der Nase. Sonst geht nichts!

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